Willie Tanner
Als Willie Tanner alias Max Wright das letzte Mal gesichtet wurde, saß er Crack rauchend in einer Schwulenbar. Diese bitteren menschlichen Abgründe reizen Kate und Konsorten, und so werfen sie einen Blick hinter die perfide Oberfläche der Spießigkeit. Kurzum so kam die Nürnberger Band Willie Tanner zu ihrem Namen. Mit dem biederen Image des Adoptivpapas von Melmacianer Alf hat das, was sie zu Gehör bringt, nun wahrlich nichts zu tun.
Einfach drauf losrocken und tierisch Spaß haben, das ist die Devise von Willie Tanner. Und die hat man ohne groß zu Fackeln auf dem Debut-Silberling „How To Be A Complete Bastard“ in die Tat umgesetzt. Neues Rock-Blut braucht das Land, und Voila - hier sind Willie Tanner mit viel Elan und frischem Schwung in den Hüften! Einz, zwei, drei eingezählt und unwiderstehlich ab geht der fliegende Rock’n’Roll Teppich mit schnörkellos nach vorne treibenden Beats, knackigen Bratgitarren sowie den fauchig-röhrigen Vocals von Frontenergiebündel Kate.T. Der rothaarige Wirbelwind und ihre vier männlichen Mitstreiter Markus, Niko, Sergio & Andi sind hungrig, das ist vom ersten Ton an zu hören, denn die Devise lautet spürbar „Mit Voller Kraft Voraus Kräftig Auf Die Fresse“.
Ihr geradliniger Sound besitz auch ein gehörig Maß an eingängigen Melodien und animiert nicht nur zum Luftgitarre spielen, sondern geht auch noch in die Beine - „Home Sweet Homeless“ beispielsweise ist nicht nur ein exzellenter Tanzflächen-Smasher, sondern zeichnet sich auch durch seinen in’s Ohr und von da sofort in’s Blut gehenden Refrain aus. Dies ist übrigens beileibe keine Einzelerschienung, sondern gilt auch für die restlichen Nummern des Albums. WILLIE TANNER ROCKEN EUCH KAPUTT!
Pressestimmen
Wenn eine deutsche Band mit weiblichen Vocals harten, dezent mit Electronica gewürzten Alternative-Groove-Rock aufs Tablett zaubert und sich nach dem Ersatzpapi des berühmtesten Melmacianers Alf (remember Schinken-Lucky-Toast?) benennt, hat man die übelsten Guano-Apes-Kopien der späten 90er vor Ohren, doch „How To Be A Complete Bastard“ haftet keinerlei Debilo-Hüpf-Stallgeruch an. WILLIE TANNER aus Nürnberg überzeugen mit angenehm hartem, fett metallisiertem Riffing, unpeinlichen Gesangsmelodien und einigen hervorragenden Songideen. Eine Band mit Zukunft.
Michael Rensen, 7 Punkte (Rock Hard, Juni Ausgabe)
Willie Tanner ist wie der V6-Motor in einem Taunus, präzise, von unten heraus erst zäh und am Ende laut plus schnell. Das Wichtigste jedoch: kein Respekt vor roten Drehzahlen. Diese Band klingt so homogen und in sich geschlossen, als bestünde sie aus nach der Geburt getrennten Fünflingen. Ein Konzert der Hochgeschwindigkeits-Rock‘n‘Roller ist wie eine gute Beziehung, in der jemand die Vorspultaste gedrückt hält: sättigend, hysterisch, emotional und pitschnass. Schade, dass Konzerte nur eine Beziehung auf Zeit sind. Dafür gibt es die CD zu kaufen und mitzunehmen. Und die ist viel besser als Fotos von Exfreun¬dinnen oder vergessene Schlüpfer von One-Night-Stands
(PRINZ)
„Gutes aus der Region“ könnte man den ersten Silberling der fünfköpfigen Nürnberger Band betiteln. Variantenreicher, druckvoller Rock, zum Teil mit Elektro- Einsprengseln, treibender Bass, fette Gitarren, alles frisch und mit viel Elan und Schwung gemischt. Prägend der facettenreiche Gesang der Frontfrau Kate T (…) Willie Tanner sind ein Bastard, dessen eingängiger Sound schnell in die Beine geht.
(Rock City News)
„Würde Metallicas nächstes Album „St. Very Angry” heißen, von Kyuss auf reichlich Speed interpretiert und das Ganze mit ein wenig Rock a la L7 und Skunk Anansie aufgepeppt werden, dann hätten Willie Tanner beste Chancen, zur heftigsten Vorgruppe zu mutieren, die Entombed nie hatten. „Hätte und Wenn sind arme Leute“, hat meine Oma immer gesagt – „Wo nichts ist, könnt’ noch was werden“, mein Opa. Willie Tanner, Alfs irdischer Adoptiv-Pappa, wenn der nicht gerade auf Melmac Katzen verspeist, machen ganz großes Gitarrenrock-Kino. Quasi Ridley Scott auf’m Sechssaiter – präzise wie die Outlines ihrer Tattoos und massiv wie all das Metal, das Frontfrau Kate als Gesichtsschmuck spazieren führt. Pflicht!”
(VW Soundfoundation)






